
Am Haken: Mit einem 500-Tonnen-Kran wird das Maschinenbauteil vom Lkw aufs Schiff verladen.
Foto: Krischmann
140-Tonnen-Fracht der Firma Richter am
Weserhafen auf Schiff verladen
Hann. Münden/Hess. Lichtenau. Ende gut,
alles gut. Nachdem sich der Transport der 140-Tonnen-Fracht über
die Straße von Hess. Lichtenau nach Münden durch Schnee und Eis
verzögert hatte, ging gestern Morgen alles reibungslos über die
Bühne.
Das von der Maschinenbaufirma Richter hergestellte Bauteil, ein
so genannter Pressenrahmen, wurde am Weserhafen in Hann. Münden auf
ein Schiff verladen und ist unterwegs zu einem Unternehmen in
Memphis (US-Bundesstaat Tennessee).
Die Firma, ein deutscher Kunde von Richter, baut in Memphis ein
Werk auf, um dickwandige Stahlrohre herzustellen. Mit der Presse
werden Rohrenden aufgeweitet, erläutert Gert Popis,
Vertriebsmitarbeiter bei Richter. Die Stahlteile zu schweißen, zu
bearbeiten und zu montieren, dauerte zusammen ein gutes halbes
Jahr.

Verladung am Weserhafen Hann. Münden
Foto: Krischmann/HNA
Bei Eiseskälte waren gestern Morgen die Techniker
der Kranfirma Fricke-Schmidbauer (Braunschweig) mehr als drei
Stunden beschäftigt, um den 500-Tonnen-Kran für seine Aufgabe
vorzubereiten. Der eigentliche Akt, das Verladen des stählernen
Rechtecks in den Bauch des Binnenschiffs Adriana, dauerte dagegen
gerademal fünf Minuten. Kranführer Manfred Noack war zufrieden: „Es
lief astrein.“
Das Binnenschiff steuert mit der Fracht den Rotterdamer Hafen
an. Dort ist Pause. Erst Weihnachten könne die Fracht auf das
Containerschiff Richtung USA verladen werden, so Gert Popis.

Verladung am Weserhafen Hann. Münden
Foto: Krischmann/HNA
Der Pressenrahmen werde für die 10 000 Kilometer lange
Strecke von Hann. Münden bis Memphis 20 bis 23 Tage unterwegs sein,
berichtet der Mitarbeiter der Firma Richter. Ende April 2011 geht
es weiter mit Transporten. Dann werden zwei Teile von je 170 Tonnen
Gewicht verladen.
Von Helmut Krischmann
HNA Hann.
Münden vom 15.12.2010
www.hna.de