Startseite Richter Maschinenfabrik AGSeite Spezialfirma für tonnenschwere Präzisionsmaschinen  zu den Favoriten hinzufügenSeite weiter empfehlenSeite drucken

Spezialfirma für tonnenschwere Präzisionsmaschinen

Axel Richter, Geschäftsführer der Richter Maschinenfabrik AG, posiert in Hessisch Lichtenau in einer Produktionshalle in einem Turbinen-Abdampfgehäuse. Foto: Andreas Fischer / ddp
Axel Richter, Geschäftsführer der Richter Maschinenfabrik AG,
posiert in Hessisch Lichtenau in einer Produktionshalle in einem Turbinen-Abdampfgehäuse.
Foto: Andreas Fischer / ddp

Montag, 20. April 2009 - von Cornelia Harberg

Die Richter Maschinenfabrik aus Hessisch Lichtenau fertigt riesige Stahlbauteile

Hessisch Lichtenau (ddp-hes). Sie sind riesig groß, extrem schwer und dennoch auf den Millimeter genau - die stählernen Kolosse in der Produktionshalle der Richter Maschinenfabrik AG in Hessisch Lichtenau. Wenn die wuchtigen Horizontalfräs- und Bohrwerke oder die stattliche Karrussell-Drehmaschine lautstark stampfen, entstehen in der Regel tonnenschwere Produkte mit einem Durchmesser von mehreren Metern. Ob Bohrköpfe für Tunnelbohranlagen, Maschinenbauteile für die weltgrößten Hydraulikbagger oder Gehäuse für Windkrafträder - das nordhessische Unternehmen hat sich auf das Extreme spezialisiert.

«Wir bauen die Brocken, wie andere Brötchen backen», sagt Axel Richter, der den 1945 gegründeten Familienbetrieb in zweiter Generation führt, und ergänzt: «Durch die komplexe Fertigungspalette sind wir in Deutschland einer der Großen in der Gewichtsklasse.» Das Leistungsprofil umfasse Schweißkonstruktionen bis 300 Tonnen, das spannungsarme Glühen, anschließendes Sandstrahlen und Anstrich sowie die kompletten Dreh-, Fräs- und Bohrarbeiten.

Zum Einsatz kommen die Produkte - in erster Linie für deutsche Maschinen- und Anlagenbauunternehmen - dann fast in aller Welt. In China, Indien oder Australien sei der Name Richter in der Maschinen- und Anlagenbaubranche ein Begriff, weiß der Firmenchef zu berichten.
Bis zu 15 000 Tonnen Stahl verarbeitet der Betrieb nach Richters Angaben jährlich. Der Jahresumsatz lag 2008 bei 40 Millionen Euro, 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Doch auch die Richter AG mit ihren rund 200 Mitarbeitern spürt jetzt erste Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Für die Geschäftsfelder Werkzeugmaschinen- und Getriebebau, Karosseriepressenbau, Zementmühlenbau, Großmotorenfertigung,
Walzwerk- und Schienenbau seien noch vor wenigen Monaten die Auftragsbücher auf Jahre voll gewesen, sagt Axel Richter. Jetzt stellt sich die Lage für ihn so da: «Das Geschäft mit Hydraulikbaggern ist weggebrochen, der Schiffsbau liegt komplett am Boden, im Energieanlagenbau wird zwar gebaut, aber nicht mehr wie früher, und die Windbranche fängt an zu boomen, allerdings nicht in den erwarteten Stückzahlen.»

Dennoch ist der Firmenchef optimistisch, denn: «Der Schmiedebereich läuft gut.» Ein Schmiedepressenbauer habe gerade zwölf Maschinenbauteile von jeweils bis zu 300 Tonnen Gewicht für 2009 geordert. Das sei eine besondere Herausforderung für das Unternehmen. Denn wenn auch der Firmenstandort in Hessisch Lichtenau und damit in der Mitte Deutschlands und Europas von Richter als optimal angesehen wird, so ist der abschließende Transport der Maschinen-Kolosse nicht nur kostenintensiv, sondern erfordert auch genaueste Planung.

In der Regel werden genehmigungspflichtige Schwertransporte nachts realisiert, wenn wenig Verkehr herrscht. Doch die Möglichkeiten, über Straßen ans Ziel zu kommen, sind ab einer bestimmten Größe und Gewichtsklasse begrenzt. Auch deshalb hat das Unternehmen letztes Jahr 250 000 Euro in die nahe gelegene Weserumschlagstelle der Stadt Hann. Münden im Südzipfel Niedersachsens investiert, um hier allein in diesem Jahr 27 tonnenschwere Produktionsteile vom Lkw aufs Schiff zu verladen und so weiter nach Bremerhaven, Antwerpen oder Hamburg zu bringen.

Das sei ein Stück Zukunftssicherung für das Unternehmen, betont Axel Richter. Auch der Bürgermeister von Hann. Münden, Klaus Burhenne, begrüßt die Wiederbelebung der Weserumschlagstelle.
«Wirtschaftsförderung ist für uns ein ernstes Wort», betont er. Und nach der Initiative der Richter AG sei für ihn klar gewesen: «Da mache ich alles mit, was nur geht.» Die Weser sei eine Bundeswasserstraße, die auch aus Kostengründen wieder an Bedeutung gewinne, sagt Burhenne. Die Stadt unterstütze Investitionen in die Weserumschlagstelle und stelle zurzeit selbst Anträge auf Finanzierungsbeihilfen mit dem Ziel, dass auch andere Firmen in Zukunft den Wasserweg nutzen könnten.

Die Zukunft der Richter Maschinenfabrik AG sieht Firmenchef Axel Richter trotz zyklischer Wirtschaftsschwankungen vor allem aufgrund des breitgefächerten Leistungsprofils und der Vielfalt der Geschäftsfelder als gesichert und betont: «Der Anlagenbau auf der Energieschiene, das ist die Zukunft.»   «Wir bauen die Brocken, wie andere Brötchen backen», sagt Axel Richter, der den 1945 gegründeten Familienbetrieb in zweiter Generation führt, und ergänzt: «Durch die komplexe Fertigungspalette sind wir in Deutschland einer der Großen in der Gewichtsklasse.» Das Leistungsprofil umfasse Schweißkonstruktionen bis 300 Tonnen, das spannungsarme Glühen, anschließendes Sandstrahlen und Anstrich sowie die kompletten Dreh-, Fräs- und Bohrarbeiten.

Zum Einsatz kommen die Produkte - in erster Linie für deutsche Maschinen- und Anlagenbauunternehmen - dann fast in aller Welt. In China, Indien oder Australien sei der Name Richter in der Maschinen- und Anlagenbaubranche ein Begriff, weiß der Firmenchef zu berichten.
Bis zu 15 000 Tonnen Stahl verarbeitet der Betrieb nach Richters Angaben jährlich. Der Jahresumsatz lag 2008 bei 40 Millionen Euro, 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Doch auch die Richter AG mit ihren rund 200 Mitarbeitern spürt jetzt erste Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Für die Geschäftsfelder Werkzeugmaschinen- und Getriebebau, Karosseriepressenbau, Zementmühlenbau, Großmotorenfertigung, Walzwerk- und Schienenbau seien noch vor wenigen Monaten die Auftragsbücher auf Jahre voll gewesen, sagt Axel Richter. Jetzt stellt sich die Lage für ihn so da: «Das Geschäft mit Hydraulikbaggern ist weggebrochen, der Schiffsbau liegt komplett am Boden, im Energieanlagenbau wird zwar gebaut, aber nicht mehr wie früher, und die Windbranche fängt an zu boomen, allerdings nicht in den erwarteten Stückzahlen.»

Dennoch ist der Firmenchef optimistisch, denn: «Der Schmiedebereich läuft gut.» Ein Schmiedepressenbauer habe gerade zwölf Maschinenbauteile von jeweils bis zu 300 Tonnen Gewicht für 2009 geordert. Das sei eine besondere Herausforderung für das Unternehmen. Denn wenn auch der Firmenstandort in Hessisch Lichtenau und damit in der Mitte Deutschlands und Europas von Richter als optimal angesehen wird, so ist der abschließende Transport der Maschinen-Kolosse nicht nur kostenintensiv, sondern erfordert auch genaueste Planung.

In der Regel werden genehmigungspflichtige Schwertransporte nachts realisiert, wenn wenig Verkehr herrscht. Doch die Möglichkeiten, über Straßen ans Ziel zu kommen, sind ab einer bestimmten Größe und Gewichtsklasse begrenzt. Auch deshalb hat das Unternehmen letztes Jahr 250 000 Euro in die nahe gelegene Weserumschlagstelle der Stadt Hann. Münden im Südzipfel Niedersachsens investiert, um hier allein in diesem Jahr 27 tonnenschwere Produktionsteile vom Lkw aufs Schiff zu verladen und so weiter nach Bremerhaven, Antwerpen oder Hamburg zu bringen.

Das sei ein Stück Zukunftssicherung für das Unternehmen, betont Axel Richter. Auch der Bürgermeister von Hann. Münden, Klaus Burhenne, begrüßt die Wiederbelebung der Weserumschlagstelle.
«Wirtschaftsförderung ist für uns ein ernstes Wort», betont er. Und nach der Initiative der Richter AG sei für ihn klar gewesen: «Da mache ich alles mit, was nur geht.» Die Weser sei eine Bundeswasserstraße, die auch aus Kostengründen wieder an Bedeutung gewinne, sagt Burhenne. Die Stadt unterstütze Investitionen in die Weserumschlagstelle und stelle zurzeit selbst Anträge auf Finanzierungsbeihilfen mit dem Ziel, dass auch andere Firmen in Zukunft den Wasserweg nutzen könnten.

Die Zukunft der Richter Maschinenfabrik AG sieht Firmenchef Axel Richter trotz zyklischer Wirtschaftsschwankungen vor allem aufgrund des breitgefächerten Leistungsprofils und der Vielfalt der Geschäftsfelder als gesichert und betont: «Der Anlagenbau auf der Energieschiene, das ist die Zukunft.

Quelle: www.nh24.de


Nach oben

Aktualisiert am 09.09.2010