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Seite: HNA Kassel 25. Juni 2009

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Kaimauer unter der Lupe

Imposante Marina: Seit 1977 wird der Kasseler Hafen nur noch für die Sportschifffahrt genutzt. Die 300 Meter lange Kaimauer, an der ein alter Lastensegler vertäut ist, und die Speicherhäuser erzählen von der Geschichte als Güterumschlagplatz. Archivfoto: Herzog/Flugschule Knabe, Quelle: www.hna.de
Imposante Marina: Seit 1977 wird der Kasseler Hafen nur noch für die Sportschifffahrt genutzt. Die 300 Meter lange Kaimauer, an der ein alter Lastensegler vertäut ist, und die Speicherhäuser erzählen von der Geschichte als Güterumschlagplatz.
Archivfoto: Herzog/Flugschule Knabe, Quelle: www.hna.de

Kassel. Die Nachricht hat auch bei unseren Lesern ein großes Echo hervorgerufen: Kassel ist wieder als richtige Hafenstadt im Gespräch. An der vorhandenen Infrastruktur müsste es nicht scheitern: Die rund 300 Meter lange Kaimauer und ein etwa 60 Meter breites Hafenbecken sind vorhanden. Sogar die Schienen der alten Hafenbahn, die erst jüngst anlässlich von Hafenfesten wiederbelebt wurde, liegen noch.

Die Idee, schwere Gusseisenteile künftig auf dem Wasserweg auch auf der Fulda zu transportieren, hatte Axel Richter, Chef der Maschinenfabrik Richter in Hessisch Lichtenau. Vom Kasseler Hafen aus gelange man auf dem Landweg dann problemlos über die Hafenstraße und den Kreisel auf die Bundesstraße 7, die nach Lichtenau führt. Auch von Kasseler Firmen weiß Richter, dass Interesse für einen Güterumschlag auf dem Wasser besteht.

Ob solch schwergewichtigen Transporte, die auf dem Landweg einen immensen Aufwand bedeuten, tatsächlich auf der Fulda zu bewältigen sind, wird eine Testfahrt am 9. Juli zeigen. Dann will man gemeinsam mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt die Schleusen ganz genau vermessen. Mehr als 35 Meter in der Länge und 6,75 Meter in der Breite haben die Schleusen zwischen Hann. Münden und Kassel jedoch nicht zu bieten. Zur Not könne man passende Pontons bauen lassen, hat Richter schon als mögliche Lösung im Hinterkopf. Tief genug ist die Fulda mit mindestens 1,50 Meter Fahrrinnentiefe in jedem Fall, sagt Rolf-Dieter Summa, Leiter des Außenbezirks Hann. Münden des Wasser- und Schifffahrtsamtes.

Unterdessen lässt die Firma Richter von einem Statiker schon die alte Kaimauer untersuchen. Denn es muss gewährleistet sein, dass die Hafenbefestigung Lastenkräne samt der schweren Ladung trägt.

Eigentümer des angrenzenden Geländes ist die Firma Transkal, die den Plänen aufgeschlossen gegenübersteht. "Von uns aus geht alles, was möglich ist", sagt der Technische Betriebsleiter Udo Borgwardt. Auch der Yacht-Club Kassel, so Vorsitzender Jan Hörmann, sieht die Pläne als Chance. (hei)

Quelle: Artikel vom 25.06.2009 aus www.hna.de



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