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Firma Richter will Schiff kaufen

Betrieb im Mündener Weserhafen: Vorn das Güterschiff „Paloma“, dahinter die „Marcel“, rechts daneben die „Heide-Luise“. Foto: Krischmann
Betrieb im Mündener Weserhafen: Vorn das Güterschiff „Paloma“,
dahinter die „Marcel“, rechts daneben die „Heide-Luise“. Foto: Krischmann

Der Frachter käme ohne Edersee-Wasser aus

HANN. MÜNDEN. Die Firma Richter Maschinenfabrik aus Hess. Lichtenau denkt nach den Worten des Chefs Axel Richter darüber nach, ein Schiff zu kaufen, um Schwertransporte auf der Oberweser abzuwickeln. Der Unternehmer sagte gestern am Rande der Verladeaktion, er sei an einem so genannten Schubleichter interessiert. Dieser besteht aus dem Leichter, einem schwimmenden Behälter, mit dem die Fracht befördert wird, und einem Schiff, das die Last schiebt.
Ein Schubleichter hätte den Vorteil, auch bei niedrigem Wasserstand fahren zu können. Es wäre damit nicht abhängig von der Wasserzugabe aus der Eder- und der Diemeltalsperre. Darauf kommt es dem Maschinenbauproduzenten an. Richter: „Wir wollen ohne Zugabe von Edersee auskommen. Das ist unser Bestreben.“ Schubleichter, es gibt welche mit neun Meter Breite, tauchen nach Richters Worten nicht so tief in das Wasser ein wie Motorgüterschiffe.
Bei einer Beladung mit 200 Tonnen beispielsweise hätten die neun Meter breiten Schubleichter, die Richter ins Auge fasst, einen Tiefgang von 75 Zentimeter. Das heißt: Das Schiff taucht nur 75 Zentimeter ins Wasser. Das wäre bei einer Mindesttiefe in der Oberweser von 1,20 Meter ausreichend. Das Interesse am Kauf eines Schubleichters bedeute jedoch nicht, dass die Firma auf Motorgüterschiffe verzichten werde. Sofern die Wasserstände es zulassen, würden auch diese Schiffe geordert.
Nächstes Jahr plant das Lichtenauer Unternehmen weitere Transporte. Axel Richter: „Wir werden sechs Großteile auf Schiffe verladen. Die sind für die größte Schmiedepresse der Welt bei der Firma Saarstahl bestimmt“.
Richter hat die Fühler ausgestreckt und mit Unternehmen aus Kassel gesprochen, die das Transportangebot auf der Weser in Münden mitnutzen wollen. Darunter ist ein Verpackungsspezialist und ein Apparatebauer. Sollte beim Rücktransport Laderaum frei sein, könnte die Fracht mitgenommen werden. Axel Richter betonte, der Schiffstransport sei um 60 000 bis 70 000 Euro teurer als der auf der Straße. Die Firma sei auf das Wasser ausgewichen, „weil wir auf der Straße keine Schwertransporte mehr genehmigt bekommen“. (kri)

Quelle: HNA Hann. Münden vom 30.08.2008




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